Die Wunder in der Anordnung der Atome

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Dieses Universum ist ein Buch, dass mit der Tinte der Atome und dem Stift der göttlichen Allmacht geschrieben wurde. Es ist so ein Buch, das auf jeder Seiner Seiten Hunderte von Büchern geschrieben sind. Jede Zeile beinhaltet Hunderte von Seiten. Und jedes Wort enthält Hunderte von Zeilen. Jeder Buchstabe beinhaltet Hunderte von Wörtern. Und in jedem Punkt findet man ein kleines Inhaltsverzeichnis dieses Buches. Seine Seiten, seine Zeilen, bis hin zu den Punkten in diesem Buch zeigen in hundert Aspekten Seinen Designer und Schreiber so eindeutig, dass das Betrachten dieses kosmischen Buches hundertfach mehr als seine eigene Existenz, die Existenz seines Schreibers und Seine Einheit beweist (Nursi (o.J.): Blitze S. 574).

 

Die Erdoberfläche ist eine Seite dieses großen Buches. Wie viele Bücher umfasst es? Man sieht mit eigenen Augen, dass auf dieser Seite entsprechend der Anzahl der Pflanzenarten und Tiergattungen im Frühling ebenso viele Bücher ineinander und nebeneinander geschrieben wurden, gleichzeitig, fehlerfrei, in makelloser Vollkommenheit. Auf dieser Seite gleicht jede Zeile einem Garten. Wir können mit eigenen Augen erkennen, dass darin so viele Gedichte geschrieben wurden, wie es in diesem Garten Blumen, Bäume und andere Pflanzen gibt, ineinander, nebeneinander, fehlerfrei. Ein Baum ist ein Wort. Wie viele Seiten enthält es? Eine Frucht ist ein Buchstabe. Ein Kern ist ein Punkt. Dieser Punkt umfasst das Programm, das Inhaltsverzeichnis für einen riesigen Baum (Nursi (2007): Die Auferstehung S. 23 f. & Blitze S. 574 f.).

 

Da dieses kosmische Buch unzählig viele Bücher in sich enthält, die auf seinen Autor hinweisen, beschränken wir uns in diesem Kapitel auf das erstaunlichste Buch. Ja, auch der Mensch ist ein geschriebenes Buch. Es ist ein Buch, welches wir auf der Seite des kosmischen Buches, in einer Zeile wiederfinden. Sowie dieses Buch auf jeder seiner Seiten viele Bücher in sich enthält, umfasst auch jedes Wort in dieser Zeile ein Buch und jeder Buchstabe enthält eine Dichtung. In dem so winzig kleinen Körper eines Menschen findet man das ganze Inhaltsverzeichnis des Universums.

 

Das Buch „Mensch“

 

Es gibt keinen Buchstaben ohne seinen Schreiber (Nursi (2007): Die Auferstehung S. 6). Ein Buchstabe kann nicht sein, ohne den der ihn schreibt (Nursi (2007): Die Auferstehung S. 23), das wissen wir. Sowie jeder Buchstabe auf seinen Schreiber hinweist, bestätigt auch jedes Wort seinen Autor. Beispielsweise ein Lehrer der an der Tafel ein großes A sieht, wird sicherlich fragen wer die Tafel beschrieben hat. Es ist nicht möglich, dass ein Buchstabe, ein Wort oder ein Buch ohne seinen Schreiber entsteht.

 

Ein Buch, besonders solch ein Buch, in dem eine winzige Feder in jedes Wort ein Buch hineingeschrieben hat, ein feiner Stift in jeden Buchstaben eine vollendete Dichtung hineingeschrieben hat, wäre ohne Schreiber ganz und gar unmöglich.

 

In ähnlicher Weise besteht ein Haus aus vielen einzelnen Komponenten. Es ist planmäßig aus hunderttausenden Einzelblöcken zusammengesetzt, die wiederum aus hunderttausenden Sandkörnern zusammengepresst sind. Es ist nicht möglich, dass ein Ziegelstein sich zufällig aus hunderttausenden Sandkörnern zu einem Ziegelstein versammelt haben kann.

Kein Haus kann ohne Baumeister entstanden sein, besonders ein Haus, das mit solch wunderbaren Kunstwerken, staunenswerten Ornamenten, einzigartigen Verzierungen ausgestattet wurde und besonders dann, wenn in jedem Stein so viel Kunstfertigkeit enthalten ist wie in einem ganzen Schloss (Nursi (2007): Die Auferstehung S. 23 f.).

 

Genauso gleicht der menschliche Körper einem ausgezeichnetem Buch oder einem einzigartigen Palast mit tausend Kuppeln. Die Steine in jeder dieser Kuppeln verharren, sich einander gegenseitig stützend, freitragend und ohne Säulen. Jedes Organ des menschlichen Körpers gleicht einem kuppelüberkrönten Saal. Die Zellen wie die Steine in dieser Kuppel, die einander gegenseitig in so vollkommener Harmonie und Ordnung stützen, bilden ein wunderbares Gebäude, ein überragendes Kunstwerk und bezeigen gleich Auge und Zunge ein einzigartiges Wunderwerk der Macht (Nursi (o.J.): Blitze S. 361).

 

Der Mensch ist nach einem exakten Plan zusammengefügt aus 100 Billionen Zellen und 10 Quatrilliarden Atomen (eine 1 mit 28 Nullen). Schon ein Palast ist mehr als ein Haufen Steine, um so eher ist der menschliche Körper weit mehr als die Summe seiner Zellen. Die Zellen des menschlichen Körpers sind und das ist der Unterschied zwischen Körper und Palast alles andere als simple gleichartige Ziegelsteine. Jede einzelne Zelle ist eine komplexe Welt für sich. Jede Zelle gleicht einem Wort im menschlichen Körper, das ein Buch umfasst, jeder Buchstabe in diesem Buch enthält eine Dichtung. Jede Zelle ist gleich einem Stein im menschlichen Körper, wo so viel Kunstfertigkeit enthalten ist wie in einem ganzen Schloss (ORF (2004): Grenzen der Wahrnehmung. Eine Reise vom Mikrokosmos an den Rand des Universums.).

 

Ist es denn nun möglich, dass der menschliche Körper, der nicht aus tausenden, hunderttausenden, sondern über Milliarden einzelner Atome zusammengesetzt ist; der vielfach komplexer, perfekter und kunstvoller aufgebaut ist als ein Haus oder ein Buch, keinen Autor, keinen Baumeister oder keinen Schöpfer haben sollte? Es ist eine unvorstellbare Unmöglichkeit, dass der menschliche Körper ohne Designer sein sollte.

Es ist nicht möglich, dass derjenige, der ein Wort geschrieben hat, ein anderer sein könnte als der, welcher die einzelnen Buchstaben geschrieben hat, derjenige, der eine Seite geschrieben hat, ein anderer sein könnte als der, welcher die einzelnen Zeilen geschrieben hat, derjenige, der ein Buch geschireben hat, ein anderer sein könnte als der, welcher die einzelnen Seiten geschrieben hat. Genauso ist es unvorstellbar, dass derjenige, der alle die Tiere erschaffen hat, ein anderer sein könnte als der, welcher eine Ameise erschaffen hat, derjenige, der die Erde erschaffen hat, ein anderer sein könnte als der, welcher die Tiere auf ihr erschaffen hat und der Herr der Welten ein anderer sein könnte als der, welcher die Erde erschaffen hat (Nursi (2011): Harmonie des Lichts S. 328 f.).

 

Tatsächlich muss derjenige, welcher einen Apfel schaffen kann, sicherlich auch dazu in der Lage sein, alle Äpfel in der Welt zu erschaffen und einen großen und weiten Frühling ins Land zu rufen. Wer nicht den Frühling machen kann, der kann auch keinen Apfel erschaffen. Denn der Apfel ist auf derselben Werkbank verfertigt. Wer einen Apfel erschaffen kann, vermag auch den Frühling ins Dasein zu bringen. Ein Apfel ist ein kleines Beispiel für einen Baum, ja, einen Garten, ja, sogar für den ganzen Kosmos. Betrachtet man vom künstlerischen Standpunkt aus einen Apfelkern, der in sich die gesamte Lebensgeschichte eines riesigen Baumes enthält, dann ist dieser Kern ein solches Kunstwerk, dass der, welcher ihn so erschuf, sich vor keinem Ding mehr als ohnmächtig erzeigen kann (Nursi (2007): Die Auferstehung S. 59).

 

Wenn die Steine des Palastes nicht dem Befehl und der Baukunst eines Baumeisters unterständen, dann müssten sie selber, wie der Architekt, hochbegabte Baumeister sein und von den anderen Steinen sowohl beherrscht werden, als auch über sie herrschen, also gewissermaßen befehlen können, indem sie sagen:

 

»Kommt, wollen wir uns Kopf an Kopf aneinander legen, damit wir nicht hinunterfallen!« Genauso müsste man auch jedem kleinen Teilchen des Menschen, welches noch tausendfach kunstvoller, erstaunlicher und zweckmäßiger ist als der Palast, so es denn nicht den Befehlen des Baumeisters dieses Kosmos folgen sollte, so viele vollkommene Eigenschaften zuschreiben, wie sie der Baumeister des Kosmos hat (Nursi (o.J.): Worte S. 998).

Mehr noch: In diesem Schloss werden jede Stunde, wie auf der Leinwand eines Kinos, in schönster Ordnung wahrhafte Wohnstätten gebildet und wieder ausgewechselt, so wie man ein Kleid wechselt, ja, sogar innerhalb jeder Szene dieser Wirklichkeit werden zahllose winzige Wohnstätten ins Dasein gerufen (Nursi (2007): Die Auferstehung S. 24).

 

Ja, dein Körper ist sogar noch tausendmal wunderbarer. Denn du bist nicht einfach ein Stückchen tote, unveränderliche Materie. Vielmehr gleichst du einer wohldurchdachten und wohlgeordneten Stadt, die sich ständig erneuert und einem wundervollen Palast, der beständig renoviert wird (Nursi (o.J.): Blitze S. 360).

 

So wie die Zellen im menschlichen Körper zu jeder Zeit an der Arbeit sind, eilen die Menschen zu jeder Zeit in der Großstadt ständig hin und her. Es herrscht eine ständige Bewegung und Aktivität. Eine Stadt in der hunderttausende Menschen gemeinsam Leben, doch tausend Welten, die viele Facetten in sich verbergen. Der Mensch nimmt die Stadt aus seiner subjektiven Perspektive wahr. Doch in so einer Stadt passiert mehr als wir denken. Menschen unterschiedlicher Kulturen und Herkünfte treffen aufeinander. Jeder Haushalt ist anders. Jeder Haushalt ist eine Welt. Keine einzige Zelle im menschlichen Körper gleicht exakt der neben ihr. Ebenso wenig wie sich die Fingerabdrücke und Persönlichkeiten von zwei beliebigen Menschen gleichen. Jeder Mensch ist eine Welt.

 

Industriegebiete mit vielen Fabriken. Jede Fabrik stellt ein anderes Produkt her und hat ein anderes System. Jede Fabrik ist eine Welt. Der Bankenviertel. Banken, Versicherungen und Unter­nehmen aus aller Welt. Un­terschiedliche Absichten, unterschiedliche Firmenstrategien und unterschied­liche Unternehmensstruktu­ren. Jedes Unternehmen ist eine Welt. Autobahnen, Straßen, Bau­arbeiten. Der Straßenver­kehr ist eine Welt. Der Bahn­verkehr, die Binnenschiff­fahrt, der Flughafen, die Krankenhäuser, die Kanalisationen, die Müllabfuhr, die Medien, die Feuerwehr, die Polizei, die Messe, die Post und und und… Sowie der Neuaufbau so einer Stadt sehr schwierig und komplex ist, ist auch die Instandhaltung, Organisation und Verwaltung einer Großstadt genauso kompliziert. Die Funktionalität der Stadt ist von vielen Institutionen abhängig.

 

Die Instandhaltung des menschlichen Körpers ist vielfach komplizierter einer Großstadt. Die Zellen sterben, erneuern sich ständig und werden neu ausgewechselt. Sowie das Herz, die Lunge, die Leber, der Magen, der Darm gleicht auch jedes Organ einer wohlgeordneten Fabrik, die permanent Arbeitet. Die Adern haben die Funktion der Leitungsrohre, die den Fluss des Blutes ermöglichen. Die Nerven gleichen der Presse und Medienarbeit die das Kommunikationssystem im Körper herstellen. Die roten Blutkörperchen im Blut, verteilen wie die Postboten die Nahrung an die Zellen des Körpers und bringen Versorgung zu den Zellen. Die weißen Blutkörperchen haben gleich der Polizei die Aufgabe der Verteidigung gegen Feinde wie z.B. gegen Krankheiten. Das Blut hat einerseits die Aufgabe die zerstörten Zellen zu reparieren wie Bauarbeiter und andererseits um den Körper zu reinigen, den Abfall der Zellen zu sammeln wie die Entsorgungs- und Reinigungsbetriebe einer Stadt. Die Arterien sind die Leitungen des sauberen Blutes und bringen und verteilen sauberes Blut wie die Wasserversorgung der Stadt. Die Venen sind die Leitungen des trüben Blutes, gleich eines Kanalisationssystems die den Abfall sammeln und das Blut zur Lunge bringen, wo die Atmung geschieht. Die Zelle hat tiefe und vollkommene Aufgaben gegenüber den Venen und Arterien, Nerven und Muskeln, gegenüber den anziehenden und abwehrenden, hervorbringenden und formenden Sinnen. Haben die Ursachen bzw. die Natur Macht und Wissen, um den ganzen Körper, alle Adern, Nerven und Sinnesorgane zu bilden, zu ordnen und in den Dienst zu stellen? und eine Macht, die einzudringen vermag? und Weisheit, die umfassend ist, um über alle Körperzellen zu verfügen, die der Zelle gleichen, und hinsichtlich der Kunstfertigkeit der Zelle, der Gestaltung und der Qualität Geschwister sind? Darüber hinaus kann einer, der schwach, taub, blind und leblos wie die Ursachen bzw. Natur, keineswegs sich in die Aufgaben der Zellen einzumischen. Denn in der Zelle herrscht eine so feine, empfindliche und vollkommene Ordnung, dass die Ordnung zu Grunde geht, das System durcheinander gerät, wenn derjenige, der über die Zelle herrscht, nicht absolut weise, nicht absolut allmächtig und nicht absolut allwissend ist (Nursi (o.J.): Worte S. 1069 f.).

 

Dies zeigt, dass jedes Ding auf den Schöpfer hinweist. Jedes Atom und jedes Molekül sagt durch seine Funktion <<Es gibt keine Gottheit außer ihm>> und <<Sprich: Er ist Allah.>> (Nursi (o.J.): Worte S. 286 f.). Jedes Ding sagt in ihrer eigenen Sprache unausgesprochen „Bismillah“ (Im Namen Gottes, des Erbarmers, des Barmherzigen (Koran: Sure 1, Vers 1) und macht ein immerwährendes Gebet (Worte S. 7 f.).

 

<<Und es gibt kein Ding, das Ihn (Gott) nicht lobt und preist (Koran: Sure 17, Vers 44)>>

 

Cuma Ülger

cuma.uelger@gmail.com

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