Unser Prophet pflegte zu scherzen

Unser Prophet pflegte zu scherzen

 

Als Bote Gottes war unser Prophet ernsthaft, würdevoll, überlegt und Ehrfurcht erweckend, so wie man sich einen Propheten vorstellen würde. Seine Aufgabe und sein Amt erfor­derten dies auch. Trotzdem war er nur ein Mensch und dazu noch ein sehr sympathischer.

Er war ein offener Mensch und immer gerade heraus. Er konnte scherzen, Menschen zum lachen bringen und gute Stimmung verbreiten. Wäre das nicht der Fall gewesen, hätte sich ihm wohl keiner vertrauensvoll genähert und ihm seine Sorgen anvertraut.

Menschen können nicht immer ernsthaft sein und man kann nicht unentwegt nur über wichtige Dinge sprechen; man muss auch manchmal auflockernd wirken, damit die Leute sich entspannen.

Der Prophet konnte scherzen und Spaß machen wie jeder andere auch, gelogen jedoch hat er nie. Denn auch wenn sie scherzhaft gemeint ist, bleibt eine Lüge eine Lüge.

Ebû Hüreyre berichtet folgende Worte des Propheten:

„Wer nicht das Lügen lässt, und sei es auch nur im Scherz, und wer überflüssige Worte nicht vermeidet, und seien sie auch richtig, der ist kein richtiger Gläubiger.“

So hat der Prophet zwar selbst Scherze gemacht, er hat seine Gefährten jedoch auch ermahnt, keine schlechten Witze zu reißen. Er sagte:

„Stichele nicht mit deinen Freunden und halte das Wort, das Du einmal gegeben hast!“

Da sagten die Umstehenden:

„Oh Gesandter Gottes, Du scherzest bisweilen doch sel­ber!“

Der Prophet erklärte diesen Widerspruch so:

„Ja, auch ich scherze bisweilen, doch sogar beim Scher­zen sage ich nichts anders als die Wahrheit und nichts ande­res als das was rechtens ist.“

Nicht nur das. Selbst beim Scherzen hat der Prophet sich nie über andere lustig gemacht, sie lächerlich gemacht, sie erniedrigt oder aufs Glatteis geführt und hat es auch nicht zugelassen, dass andere sich so verhalten haben.

Die Scherze des Propheten waren immer passend und machten gleichzeitig Sinn. Seine Scherze ließen die Men­schen schmunzeln und erwärmten ihr Herz. Wenn er mit Kindern, Frauen, Alten oder einsamen Menschen scherzte, dann immer in dieser Art und Weise.

Der Prophet liebte Kinder sehr. Er gab sich gerne mit ihnen ab und kümmerte sich um sie. Auch die Kinder mochten ihn sehr. Sobald sie ihn sahen, rannten sie herbei und bildeten einen Kreis um ihn.

Enes bin Mâlik berichtet:

„Es gibt wohl keinen anständigeren Menschen als den Propheten. Ich habe einen kleinen Bruder namens Ebû Umeyr. Eines Tages kam der Prophet zu uns und als er ihn sah, fragte er:

‚Ebû Umeyr ist wohl traurig, was ist denn wohl der Grund dafür??

Unser Vater antwortete: ‚Oh Gesandter Gottes, der Nu­gayr, mit dem der Junge spielte, ist verendet.‘

(Nugayr ist der Name für einen Vogel, so groß wie ein Sperling, mit einem roten Schnabel.)

Wann immer der Prophet später Ebû Umeyr sah, fragte er ihn scherzhaft:

‚Hallo Ebû Umeyr, was ist mit deinem Nugayr??“

Der noble Enes trat im Alter von zehn Jahren in die Dien­ste des Propheten. Einmal zog ihn der Prophet mit folgen­den Worten auf:

„He Du, mit den zwei Ohren!“

Im Familienleben war der Prophet ein vorbildlicher Ehemann und ein liebevoller Vater. So scherzte er gerne mit seinen Frauen und bewies ihnen so seine Nähe.

Die noble Âische war jung und klug und unter seinen Frauen schätzte der Prophet sie ganz besonders.

Âische, die Lieblingsfrau des Propheten, erzählte Folgen­des:

„Ich war damals eine junge, gertenschlanke Frau. Eines Tages ging ich mit dem Propheten auf die Reise. An einer der Stationen sagte der Prophet den Gefährten:

‚Geht Ihr schon einmal voran!‘, so dass wir alleine waren. Da sagte er:

‚Komm, lass uns um die Wette laufen!‘ Wir rannten los, und bald ließ ich ihn hinter mir.

Einige Jahre später waren wir wieder unterwegs und wieder sagte er seinen Gefährten:

‚Geht Ihr schon einmal voran!‘, so dass wir wiederum alleine waren.

Erneut sage er: ‚Komm, lass uns um die Wette laufen!‘ Ich hatte mittlerweile zugenommen und das erste Wettren­nen ganz vergessen. Wir rannten los und diesmal lag er vorne. Lachend sagte er:

‚Mein heutiger Sieg gleicht meine damalige Niederlage aus.‘“

Numan bin Beschir berichtet einen anderen Scherz, den der Prophet in seiner eigenen Familie machte.

„Eines Tages wollte der Ebû Bekir, der später Kalif wer­den sollte, beim Propheten vorgelassen werden. Da hörte er, wie die Frau des Propheten, die Tochter von Ebu Bekir, die Streit mit dem Propheten hatte, ihn anschrie.

‚Wie kannst Du es wagen, den Gesandten Gottes anzu­brüllen?‘ schimpfte Ebû Bekir und wollte ihr eine Ohrfeige verpassen. Der Prophet ließ es jedoch nicht zu, und Ebû Be­kir ging ärgerlich hinaus.

Als Ebû Bekir gegangen war, drehte sich der Prophet zu seiner Frau Âische und sagte:

‚Hast Du gesehen, wie ich Dich beschützt habe?‘

Einige Tage später meldete sich Ebû Bekir wieder an und trat vor den Propheten. Ebû Bekir sah, dass im Hause wie­der Frieden herrschte und sage:

‚Ob Ihr mich wohl in Euren Frieden genauso einschließt wie vorher in Euren Streit?‘

‚Aber nur allzu gerne!‘ sagte daraufhin der Prophet.“

Ein andere lustige Geschichte in der Prophetenfamilie trug sich folgendermaßen zu:

Ein Mann fragte den Neffen des Propheten Abdullah bin Abbas:

„Scherzt der Prophet denn manchmal?“

„Ja, sicher!“

„Kannst Du mir davon erzählen?“

„Eines Tages brachte er seiner Frau ein viel zu langes Kleid und sagte:

„Trag es einfach wie ein Brautkleid. Brautkleider haben eine lange Schleppe!“

Gerade Armen, Waisen und anderen Menschen, die oft ausgegrenzt werden, näherte sich der Prophet manchmal, indem er harmlose Scherze machte und so ihr Vertrauen gewann.

Enes bin Mâlik berichtet:

„Eines Tages kam ein Mann zu unserem Propheten und bat ihn um ein Reittier.

Der Prophet sagte: ‚Sollen wir Dir das Junge einer Ka­melstute geben?‘

Der Mann sagte: ‚Oh Gesandter Gottes, ich brauche ein Reittier, was soll ich denn da mit dem Jungen einer Kamel­stute?‘

Der Prophet schmunzelte und sagte: ‚Gibt es auch Ka­mele, die nicht die Jungen einer Kamelstute sind??“

Ümmü Eymen, das frühere Kindermädchen des Prophe­ten und Frau von Zeyd bin Hârise, kam eines Tages zum Propheten und sagte:

„Oh Gesandter Gottes, mein Mann lädt Dich zu uns nach Hause ein.“

„Wer ist denn Dein Mann, der mit dem Weißen im Auge?“

„Oh Gesandter Gottes, im Auge meines Mannes ist nicht Weißes!“

„Doch, doch; ganz sicher!“

„Ich schwöre es aber, oh Gesandter Gottes, da ist nichts Weißes!“

„Es gibt doch überhaupt keinen Menschen, in dessen Auge nichts Weißes wäre!“

Einen ähnlichen Scherz des Propheten berichtet der noble Hasan-? Basrî:

Eines Tages kam eine alte Frau zu unserem Propheten und sagte:

„Oh Gesandter Gottes, betest Du bitte für mich, damit ich in den Himmel komme?“

Der Prophet wollte ein Scherz machen und sagte:

„Alte Frauen kommen nicht in den Himmel!“

Da drehte sich die Frau um, weinte und lief davon.

Da wandte sich der Prophet an die Gefährten:

„Geht ihr hinterher und sagt ihr: „Du wirst nicht als alte Frau in den Himmel kommen. Gott sagt: ‚Wir haben sie re­gelrecht (neu) geschaffen und sie zu Jungfrauen gemacht, heiß liebend und gleichaltrig.?“ (Der Koran, Sure 56, Die he­reinbrechende Katastrophe, Verse 35-37).

Enes bin Mâlik berichtet von einem anderen Scherz des Propheten:

„Unter dem Volk der Wüste gab es einen Mann mit Na­men Zahir. Immer wenn er zum Propheten kam, schenkte er ihm ein Tier aus seiner Herde. Wenn er dann die Stadt ver­ließ, um in die Wüste zurückzukehren, füllte ihm der Pro­phet die Satteltaschen mit Dingen, die er dort brauchte. Nachdem der Prophet sich auf diese Weise erkenntlich ge­zeigt hatte, sagte er:

‚Zahir ist unsere Wüste und Wir sind seine Stadt!‘

Der Prophet hatte Zahir sehr gern. Dabei war der äußer­lich in keinster Weise reizvoll, ja sogar ausgesprochen häss­lich.

Eines Tages, als Zahir auf dem Markt seine Ware ver­kaufte, schlich sich der Prophet hinter seinem Rücken an und bedeckte von hinten Zahirs Augen mit den Händen.

Zahir wusste nicht, wer das war. Er wehrte sich und sagte: ‚Lass sofort los!‘ Da erkannte er aus den Augenwinkel den Propheten und ließ sich prompt in dessen Arme fallen.

Das gefiel dem Propheten und er sagte mit lauter Stimme:

‘Sklave zu verkaufen! Wer hat Interesse? Sklave zu ver­kaufen!‘

Da sagte Zahir traurig:

‚Ach Gesandter Gottes, für einen so wertlosen Sklaven wie mich gibt keiner einen Cent!‘ Da antworte der Prophet:

‚Zahir, sag das nicht! Vor Gott bist Du alles andere als wertlos!?“

* * *

Avf bin Mâlik berichtet:

„Während des Feldzuges von Tebuk suchte ich den Pro­pheten auf. Er befand sich in einem winzigen Zelt aus Leder. Ich grüßte an der Tür, er erwiderte meinen Gruß und sagte:

‚Tritt ein!‘

‚Soll ich in meiner ganzen Länge kommen?‘

‚Tritt ein in Deiner ganzen Länge‘ sagte er, und ich trat ein.

Der Prophet sagte: ‚Avf glaubt wohl, das Zelt wäre nicht groß genug für ihn.?“

So erwiderte der Prophet einen Scherz mit einem Scherz.

Fügen wir noch eine Geschichte an, die alle Gefährten des Propheten kennen:

Unter den Gefährten gab es einen mit Namen Nuayman, der bekannt für seine Witze war, es aber manchmal über­trieb. Trotzdem war ihm der Prophet nicht böse.

Eines Tages kam ein arabischer Beduine, der in der Wü­ste lebte, um den Propheten zu besuchen. Er band sein Kamel vor dem Gebetshaus fest und trat ein.

Einer der Gefährten zeigte auf das Tier und sagte zu Nu­ayman:

„Komm, schlachte doch das Tier und lass es uns essen. Wir haben schon lange kein Fleisch mehr genossen und der Prophet wird Dir das Tier ohnehin bezahlen.“

Nuayman war einverstanden, er legte das Tier auf die Erde, schlachtete es und begann ihm das Fell abzuziehen.

Als der Besitzer des Kamels von seinem Empfang beim Propheten zurückkam, sah er wie man seinem Kamel das Fell über die Ohren zog.

„Sie haben mein Kamel geschlachtet!“ schrie er auf und war entsetzt.

Der Prophet trat heraus und fragte: „Wer hat das getan?“

„Nuayman!“ sagten die Gefährten.

Nuayman jedoch hatte sich aus dem Staub gemacht und der Prophet heftete sich an seine Verse.

Er fand ihn schließlich im Garten einer Frau, die Duabaa hieß. Nuayman hatte sich in einer Grube versteckt und die Zweige eines Dattelbaums über sich gelegt.

Als der Prophet ins Haus treten wollte, rief einer der Ge­fährten: „Er ist spurlos verschwunden.“ Gleichzeitig deutete er heimlich auf die Grube, in der Nuayman steckte.

Der Prophet trat zu der Grube und zog den Übeltäter heraus, der über und über mit Staub und Lehm bedeckt war. Er fragte ihn:

„Warum hast Du das gemacht?“

Nuayman sagte:

„Oh Gesandter Gottes, der der mich jetzt verpfiffen hat, hat mich vorhin angestiftet!“

Der Prophet säuberte ihm lachend sein Gesicht. Er zahlte dem Besitzer das Kamel und Schloss zwischen beiden Frie­den.

 

 

Mehmet Paksu

mehmetpaksu@gmail.com

Publiziert in der Ayasofya 37, 2011

 

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